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Weiße Sorten:

Weisser Elbling
Seit mehr als 2000 Jahren wächst bei uns die Elblingrebe. Deutschlands älteste Rebsorte, von den Römern nach Gallien gebracht, ist heute nur noch an den Hängen der Obermosel zu finden. Sie gehört zu den ältesten Weißweinreben Europas. Das an der Obermosel herrschende milde Klima und der tiefgründige Muschelkalkboden bilden die besten Voraussetzungen zum Gedeihen dieser Rarität unter den deutschen Weißweinen. Elbling ist ein erfrischender, süffiger Wein, der sich in seiner trockenen Art als hervorragender Essensbegleiter zeigt - sei es zu Fisch und Meeresfrüchten oder zu einer deftigen Brotzeit. Der besondere Charakter dieses Weines läßt ihn im altklassischen Flaschengärverfahren, das man auch "methode champenoise" nennt, zu einem außergewöhnlichen Sekt reifen. Durch seine gradlinige, frische und spritzige Art gehört er als Rarität zu den besten unter den Spitzensekten der Welt.

Auxerrois (Pinot Auxerrois)
Gehört zur Familie der Burgunderreben. Verbreitung: in Frankreich im Elsaß, in der Champagne und in Burgund. In Deutschland hauptsächlich an der deutsch- und luxemburgischen Obermosel und in Baden. Der Name stammt möglicherweise von der französischen Grafschaft Auxerrois zwischen Burgund und Chablis. Farbe: blaß bis hellgelb, Geschmack: milde Säure, leichter bis mittlerer Körper; Essen: Süßwasser und zarter Seefisch, helles Fleisch und Terrinen, Frischkäse.

Grauer Burgunder (Pinot Gris)
Der Graue Burgunder oder Ruländer bringt eine breite Palette von Gewächsen, die von körperreichen, vollen eher molligen bis zum markanten, eher schlanken Typ reicht. Ruländer gehören zu den Spitzengewächsen, insbesondere die Spätlesen und Auslese. Sie sind vor allem bei Weintrinkern beliebt, die keine säurereiche, sondern saftige kompakte, weiche Weine mögen. Der Pfälzer Apotheker Johann Seeger Ruland hat diese Rebsorte 1711 in einem verwilderten Garten in Speyer gefunden, verbreitet und ihr auch den Namen gegeben. Edelsüß macht sich der Graue Burgunder gut als Aperitif oder Dessertwein. Trocken und elegant paßt er mit seinem zarten Bukett zu verschiedenen Braten und - als Spätlese auch zu Wildgerichten.

Chardonnay
Die Rebe wird ebenfalls zur Burgunderfamilie gerechnet. Ihre Herkunft ist in Vorderasien, Libanon zu suchen; sie kam mit der Ausbreitung der Weinkultur nach Frankreich und fand schwerpunktartig in Burgund eine neue Heimat. Unsere schweren Muschelkalkböden bieten ideale Anbaubedingungen. Die Weine sollten kräftig im Alkohol sein. Mit zunehmender Reife präsentieren sie sich mit einer "buttrigen Burgunderblume", die das typische Merkmal eines Chardonnay ist.

Weisser Burgunder (Pinot Blanc)
Eine alte Mutation aus der Burgunderfamilie, die sehr eng verwandt ist mit dem Blauen Spätburgunder und dem Auxerrois. Die Weine sind mild im Charakter; leicht, frisch, fruchtig und gegenüber den übrigen weißen Burgunderweinen etwas aromaschwächer. Sie präsentieren sich am besten als junger frischer Wein.

Riesling
Verbreitung: In Deutschland die neben Müller-Thurgau am weitesten verbreitete Rebsorte, vor allem an Mosel-Saar-Ruwer, in der Pfalz, im Rheingau, am Mittelrhein und an der Hessischen Bergstraße. Stammt wahrscheinlich von einer Wildrebe am Oberrhein ab. Bereits vor 1500 urkundlich erwähnt. Riesling reift sehr spät und stellt daher hohe Anforderungen an die Lage. In ihrer Lagerfähigkeit sind Rieslinge unübertroffen. Farbe: blaß mit Grünstich bis goldgelb, Aromen: Apfel, Grapefruit, Pfirsich, Aprikose, Quitte, Ananas, Mango, Kräuter. Geschmack: rassige Säure, leichter bis kräftiger Körper, Essen: zarter Seefisch, Süßwasserfisch, Schalentiere, Kalb, Geflügel, Spargel, Frischkäse, schwerere Weine auch zu Enten- oder Gänsebraten, Edelsüß als Aperitif oder zum Dessert.

Müller Thurgau (Rivaner)
Eine Rebsorte, die in Deutschland einst zu den am meisten angebauten Sorten zählte. Sie ist eine Neuzüchtung, gekreuzt aus Riesling X Madleine royal (früher als Kreuzung Riesling X Silvaner bezeichnet) die um 1900 in Deutschland populär wurde. Sie wurde 1882 von Prof. Müller-Thurgau gekreuzt Die Weine sind sehr süffig, fruchtig, würzig mit einem angenehmen Muskatton und einer milden Säure. Sie präsentieren sich am schönsten, wenn sie mit einer gewissen Süße ausgebaut sind. Ein idealer fruchtiger Schoppenwein.

Kerner
Der runde und saftige Kerner war einst die wohl erfolgreichste unter den noch jungen Weißweinsorten. Von Frucht und Geschmack her ähnelt der Kerner dem Riesling. Die Kernerrebe bringt, mit ihrem leichten nussigen Muskatton frische und süffige Kredenzen  hervor, bekömmliche Zechweine und Gewächse, die ideal zu Kalb und Schwein, Lamm und ausdrucksvollen Käsesorten harmonieren. Gekreuzt von August Herold 1929 in Laufen aus Trollinger x Riesling, bekam sie ihren Namen nach dem Arzt, Heimatdichter und Weinfreund Justus Kerner (1787 - 1862) aus Weinsberg.

Ortega
Man kann von dem Wein ein feines Bukett und harmonische Fülle erwarten. Da er als lagerfähig gilt, baut er durch seine Flaschenreife seine Vorzüge noch aus. Hans Breider (1908 - 1960) kreuzte diese Sorte 1948 in Würzburg aus Müller-Thurgau x Siegerrebe. Sie verbreitete sich nach 1970 als frühreifende, bei später Ernte hochwertige Weine bringende Sorte. Seinen Namen hat sie von dem spanischen Philosophen, Dichter und Weinfreund José Ortega y Gasset 1883 - 1955). Diese Rebe bringt fruchtige Beerenauslesen hervor, die edelsüß als aromatischer Aperitif oder zum Nachtisch gereicht werden können.

Morio-Muskat
Der würzige Muskatton der Sorte – sie wurde in den zwanziger Jahren von Peter Morio an der Lehr- und Forschungsanstalt in Neustadt gekreuzt und auf dem Geilweilerhof bei Siebeldingen vermehrt – stammt eindeutig von der väterlichen Linie. Das ist, wie jüngste Genanalysen belegen, der Muskateller (Mutter ist der Silvaner). So beeindruckt der Musterknabe mit seinem perfekt trainierten Aromakörper genau dort, wo auch der Vater glänzt: als typischer Bukettwein mit aromatischen Spätlesen oder Begleiter von kräftigen Speisen. Zudem schwören seine Fans auf seine Qualitäten als Schoppenwein. Nur sehr selten an der Mosel zu finden.

 

Rote Sorten:

Blauer Spätburgunder (Pinot Noir)
Der Spätburgunder gilt als eine der besten Rotweinreben. Die Burgunderfamilie gehört wohl zu den am frühesten aus den Wildreben im westlichen Mitteleuropa  ausgelesenen Sorten. Karl III. der Dicke (839-888) brachte die Sorte 884 nach Bodam am Bodensee. Ein gemeinsames klares Profil haben die Weine dieser Sorte nicht; denn es werden eigentlich drei verschiedene Geschmacksideale angestrebt; der jugendliche, fruchtige und säurebetonte Typ; der entwickelte, zarte, eher runde und weniger Säurebetonte Typ; und die im Holzfaß abgelagerte Variante mit Vanille-Zimt-Anklängen (Barrique). Entsprechend unterschiedlich ist die Eignung dieser Sorte zu verschiedenen Gerichten. Gute Kombinationsmöglichkeiten zu Spätburgunder Weißherbsten bieten Vorspeisen  und kräftig gewürztes weißes Fleisch. Spätburgunder Rotweine eignen sich zu kräftigen Braten und Wildgerichten.

Dornfelder
Wenn das keine Erfolgsgeschichte ist: Da kommt ein südländischer Beau Jahrgang 1955 von tiefroter Gesichtsfarbe daher und schon liegt ihm die Weinwelt zu Füßen. So geschehen seit Anfang der neunziger Jahre in der Pfalz. Die Eltern (Helfensteiner und Heroldrebe) spielen keine Rolle auf dem Weinmarkt, dafür macht der Jüngling, eigentlich als Deckrotwein gedacht, plötzlich eigenständig Karriere; präsentiert sich, trocken ausgebaut, als samtiger, gehaltvoller und markanter Rotwein, der bestens zu Braten und aromatischem Käse passt; schmückt sich, wenn es sein muss, mit Barrique-Tönen.

Merlot
Merlot ist eine der Hauptsorten im Bordelais. Vor allem Saint-Emilion-Weine basieren auf dieser Rebe. Sie ist auch in Californien stark vertreten, in Chile, Australien, Südafrika, im Tessin und - jetzt auch an der Mosel zuhause. Wein ist samtig, vollmundig, körperreich, säurefrisch und fruchtig. Gute Lagerfähigkeit zeichnet diesen Wein aus.